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Die Brennholzsägen für den Heimwerker

Warum sollten Sie sich mit dem Thema Brennholzsägen beschäftigen?

In den letzten Jahren steigt der Trend zum eigenen Holzofen wieder an. Das Knistern des Holzes und die wohlige Wärme, die ein Holzofen verströmt, machen die Stunden nach dem Arbeitsschluss oder die Wochenenden zu einem gemütlichen Ereignis in der kalten Jahreszeit.

Brennholzsägen

 

Beheizt werden diese Öfen entweder mit gekauftem Holz oder mit angefallenem Holz aus dem Garten, welches man erst selbst in die benötigte Holzlänge zuschneiden muss. Für diesen Zuschnitt ist eine Brennholzsäge das Mittel der Wahl. Da es eine Vielzahl an Arten und Modellen gibt, sollte man sich vor einer Anschaffung über einige Dinge im Klaren sein. Deshalb finden Sie auf dieser Seite alles Wichtige und Wissenswerte zum Thema Brennholzsägen.

 

 

 

 

Was ist eine Brennholzsäge?

Eine Brennholzsäge ist für den Außeneinsatz konzipiert, hat einen Stromanschluss und steht sicher auf vier Füßen. Da sie dazu benutzt wird, Holz auf die richtige Länge zu bringen, muss sie nicht präzise schneiden, sondern schnell und sicher. Auf dem Metallgestell ist die Sägeeinheit montiert, die aus Sägeblatt und Spaltkeil besteht. Das Sägeblatt einer Brennholzsäge ist grob gezahnt und robust und gibt es auch mit Hartmetallbestückung, damit man auch beim Schneiden von Abrissholz mit Nägeln nicht aufpassen muss.

Die Brennholzsäge ist ein Werkzeug, das speziell für das Sägen von Brennholz konstruiert ist. Sie ist auch unter dem Begriff Wippsäge, Brennholzwippsäge oder Wippkreissäge bekannt. Über eine U-förmige Konstruktion, der die Säge den Namen Wippsäge verdankt, wird das zu sägende Holz zum Sägeblatt geführt. Ein Arbeiten im direkten Bereich des Sägeblatts ist bei dieser Konstruktion nicht nötig, was das Arbeiten sicherer macht. Auch der Kraftaufwand beim Arbeiten ist eher gering. Es kann schnell und viel Brennholz produziert werden.

Wie funktioniert eine Brennholzsäge?

Über den Stromanschluss wird der Motor betrieben, der die Leistung über das Getriebe an die Welle mittels geräuscharmer Keilriemen weiterleitet. Diese Antriebseinheit befindet sich unter dem Sägeblatt und ist so verbaut, dass sie vor Verschmutzung gesichert ist. Brennholzsägen sind in verschiedenen Größen, mit verschiedenen Leistungen und für verschiedene Holzdurchmesser erhältlich. Bei solch einem Gerät sollten Sie beim Kauf auf hohe Qualität und langlebige Materialien achten. Die Säge ist eine stabile Ganzstahlkonstruktion. Sie ist pulverbeschichtet und verfügt über eine automatische Wippenrückstellung über Federdruck

Wird das Gerät mittels eines Schalters eingeschaltet, beginnt sich das Sägeblatt zu drehen. Vor dem Arbeitsbeginn ist unbedingt darauf zu achten, dass die maximale Drehzahl des Blattes erreicht ist, da durch zu geringe Rotation das Sägeblatt im Holz blockiert und der eingebaute Schutzschalter die Maschine ausschaltet.

Das Durchsägen des Holzes sollte leicht und ohne größeren Druck möglich sein. Braucht man beim Sägevorgang zu lange, wird ein Erhitzen und somit eine schnellere Abnutzung des Sägeblattes riskiert. Befindet sich das Sägeblatt im Leerlauf, wird es von einer Schutzvorrichtung abgedeckt.

Sicherheitsmaßnahmen beim Betrieb einer Brennholzsäge

Für den Heimwerker ist der Schutz seiner Hände wichtig, doch könnte das beim Arbeiten mit einer Brennholzsäge zu fatalen Unfällen führen. Kommt man mit dem Handschuh zu nahe an das Sägeblatt, verfängt sich das Material darinnen und zieht die Hand ins Blatt. Gleiches kann mit langärmeliger Arbeitskleidung passieren. Ebenso sollten Sie enganliegende Kleidung und auch Arbeitsschuhe tragen.

Deshalb wird von Handschuhen und langen Ärmeln abgeraten. Eine Schutzbrille, die die Augen vor weg fliegenden Spänen schützt, kann hingegen sehr nützlich sein. Auf einen effektiven Gehörschutz sollten Sie aber auf keinen Fall verzichten. Da Sie naturgemäß längere Zeit direkt an der Lärmquelle arbeiten, können Sie ansonsten bleibende Schädigungen am Trommelfell erleiden.

Zudem sollte es selbstverständlich sein, dass Sie beim Aufstellen der Brennholzsäge auf eine geeignete Beschaffenheit des Bodens achten. Denn nur ein sicherer, rutschfester Stand gewährleistet auch eine ausreichende Sicherheit bei den Schneidearbeiten. Bei Sägen mit einem Elektromotor darf die Säge nur auf trockenem Untergrund betrieben werden.

Die Brennholzsägen verfügen einer über eine Schalter-Stecker Kombination mit Nullspannungs-Auslöser, diese sorgt dafür, dass die Säge nach einem Stromausfall nicht direkt selbstständig weiterarbeitet.

Welche Arten von Brennholzsägen gibt es?

Brennholzsägen werden in 4 verschiedenen Arten angeboten:

Bandsäge:

Die Kombination Brennholzsäge mit Bandsäge eignet sich besonders für Heimwerker, die in erster Linie die Säge für präzise Parallel- und Gehrungsschnitte verwenden wollen und nur ab und zu Brennholz schneiden wollen. Auf Grund ihrer großen Abmessungen, des hohen Gewichtes und der teureren Preisklasse sind solche Sägen eher für die gewerbliche Nutzung bestimmt und werden nicht so zahlreich angeboten.

Tischkreissäge

Diese Variante vereint die präzise Tischkreissäge mit der gröberen, aber schnelleren Brennholzsäge. Wird sowohl eine Säge zur Weiterverarbeitung von Holz als auch zum Brennmaterial schneiden benötigt, ist diese Art von Säge die richtige Wahl. Durch die größere Arbeitsauflage und die Verlängerungsmöglichkeiten des Arbeitstisches verarbeiten Sie hiermit auch problemlos längere Baumstämme.

Wippkreissäge

Spricht man von einer Brennholzsäge, dann ist damit meistens die Bauart einer Wippkreissäge gemeint, da sie alle Vorteile für das Brennholz schneiden vereint. Sie ist kompakt, sicher beim Arbeitsvorgang und in der Schnittlänge variabel. Wippkreissägen bestehen aus dem Antrieb, dem Sägeblatt und der Wippe für das Holz und unterscheiden sich meist nur in der Leistungsklasse, in der der maximale Durchmesser des Sägeblattes zur Motorleistung berechnet wird. Bei den Wippkreissägen können Sie aus einer breiten Angebotspalette wählen.

Doppelsäge:

Diese Brennholzsägen mit Doppelsäge gibt es in zwei Ausführungen:

  • Als “Powermaschinen” für Betriebe, die Massen an Brennholz produzieren. Diese Geräte haben einen Lautstärkepegel, der eine private Betreibung im Garten gar nicht erlaubt.
  • Als Heimwerkerausführung in der Variante Handkreissäge mit zwei Sägeblättern. Bei Scheppach oder Holzmann werden Modelle als Doppelsäge angeboten, die problemlos Kunststoff, Metall und Holz ohne Sägeblattwechsel schneiden und sogar, mittels Absauganschluss, an einen haushaltsüblichen Staubsauger angeschlossen werden können.

Antriebsarten von Brennholzsägen

Hier wird in 3 Möglichkeiten unterteilt:

  • Zapfwellenantrieb: Hierfür wird ein Traktor benötigt, der die Säge mittels schaltbarer Zapfwellenkupplung und Zapfwellengetriebe antreibt. Entweder wird die Energie des Traktors über zwei Keilriemen übertragen oder direkt von Zapfwelle zu Zapfwelle. Durch den Einsatz des Traktors ist eine Brennholzsäge mit dieser Antriebsart sehr flexibel und wird auf dem Verkaufsmarkt schon von vielen Herstellern, wie zum Beispiel Dema, Lumag, Güde oder Scheppach, angeboten.
  • Benzinmotor: Eine Brennholzsäge mit Benzinmotor ist in der Anschaffung teurer als eine Säge mit Elektromotor. Soll die Holzarbeit vorwiegend in der freien Natur stattfinden, profitiert man von der Unabhängigkeit von einer Stromquelle. Zudem erzielen Benzinmotoren  auch eine bedeutend stärkere Leistung.
  • Elektromotor: Das ist die am häufigsten verbaute Antriebsart bei allen Typen von Brennholzsägen. Es gibt den Elektromotor mit 230 Volt Anschluss oder 400 Volt Kraftstromanschluss.
    Für den Hausgebrauch ist eine 230 V Variante die einfachste und günstigste Möglichkeit sein Brennholz zu schneiden, da diese Sägen mit 400 mm oder 500 mm Sägeblättern ausgestattet sind und Hölzer mit einem Durchmesser bis zu 160 mm schneiden können.
    Soll die Säge aber auch Hölzer bis zu 240 mm zerteilen können, muss das Sägeblatt 700 mm groß sein und benötigt dementsprechend auch mehr Motorleistung und einen Kraftstromanschluss.

Worauf ist beim Kauf einer Brennholzsäge zu achten?

Da Brennholzsägen vorwiegend im Freien stehen, solltem Sie unbedingt auf ein korrosionsfreies Material Wert legen. Gut eignen sich da Brennholzsägen aus pulverbeschichtetem Stahl, die leicht zu reinigen sind und nicht rosten. Diese Sägen haben auf Grund des Hartmetalls und ihrem Gewicht einen guten Stand. Soll die Brennholzsäge kurze Strecken bewegt werden, dann ist über eine Ausstattung mit Rollen nachzudenken. Aus Sicherheitsgründen sollte die Säge mit einem Motorschutzschalter ausgestattet sein, der das Weiterdrehen des Sägeblattes verhindert.

Welche Merkmale einer Brennholzsäge sind entscheidend?

Die Nennleistung  –  Je nach Dicke der zu sägenden Hölzer sollten Sie auch die Leistung des Geräts aussuchen.

  • 1500 Watt – 1800 Watt = Schnitttiefe bis zu 120 mm
  • 2200 Watt – 2600 Watt = Schnitttiefe bis zu 170 mm
  • 3000 Watt = Schnitttiefe bis zu 230 mm
  • 4000 Watt = Schnitttiefe bis zu 230 mm
  • 5200 Watt – 7500 Watt = Schnitttiefe bis zu 270 mm

Ab 4000 Watt muss ein Kraftstromanschluss verfügbar sein!

Der Sägeblattdurchmesser –  Sägeblätter gibt es in vier verschiedenen Größen.

Zu beachten ist, dass je nach Hersteller die Aufnahmebohrung unterschiedlich groß sein kann! Auch die Anzahl der Sägezähne ist abhängig vom Anbieter und kann zwischen 36 und 60 variieren. Ob das Sägeblatt nagelfest ist, muss auf der Verpackung ersichtlich sein.

  • 400 mm: Schnitttiefe bzw. Schnittleistung bis zu 120 mm
  • 500 mm: Schnitttiefe bzw. Schnittleistung bis zu 170 mm
  • 600 mm: Schnitttiefe bzw. Schnittleistung bis zu 220 mm
  • 700 mm: Schnitttiefe bzw. Schnittleistung bis zu 270 mm

Die Drehzahl

Sie beeinflusst die Präzision der Sägearbeit und wird von der Größe des Sägeblattes mitbestimmt. Bei einem größeren Sägeblatt sollte demnach auch die Drehzahl deutlich höher ausfallen.

Das Gewicht

Das Gewicht spielt natürlich unter anderem dann eine große Rolle, wenn Sie die Brennholzsäge öfter transportiert müssen. Im 230 Volt Bereich bewegt sich das Gewicht der Sägen je nach Ausstattung und Typ unter 100 Kilogramm. Bei 400 Volt muss man auf Grund der Größe und Stabilität schon mit einem Gewicht über 100 Kilogramm rechnen.

Hersteller von Brennholzsägen

Es gibt große Hersteller von Brennholzsägen, deren Namen man kennt und die für eine gewisse Qualität stehen. Ebenso versuchen aber kleinere Unternehmen mit einem guten Preis- Leistungsverhältnis zu punkten. Welche Säge Sie sich letztendlich aus dem reichhaltigen Angebot aussuchen, hängt davon ab, welche am besten für Ihre Ansprüche passt. Natürlich können Sie sich dabei an den Kundenbewertungen von Käufern desselben Herstellers orientieren, für dessen Brennholzsäge Sie sich interessieren.

Bei folgende Herstellern können Sie im Brennholzsägen Angebot stöbern:
Alko, Atika, Berlan, BGU, Bindeberger, Bulkstone, Crossfer, DEMA, Eberth, Elektra Beckum, GÜDE, HECHT, HELO, Holzkraft, LUMAG, Posch, Rotenbach, Scheppach, Widl, Woodster.

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